Übersäuerung – Säure-Basen

Kapitel aus meinem Buch: Trennkost – Eigene Rezepte erstellen

„Sauer macht nicht lustig“

1. Was bedeutet Übersäuerung?

Der Mensch ist ein basisches Wesen, d.h., dass unser Organismus nur dann optimal funktioniert, wenn wir uns überwiegend basisch ernähren und unser Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen ist. Leider ernähren sich viele Menschen in unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr ausgewogen und naturbelassen. Fastfood und Fertiggerichte liegen –oft aus Zeitgründen- im Trend. Durch diese Ernährungsweise sind viele Menschen übersäuert, was sich durch körperliches und seelisches Unwohlsein bemerkbar macht. Basen bzw. basische Lebensmittel neutralisieren eine evtl. Übersäuerung. Optimal ist hier eine ausgewogene Ernährung, die zu 20% aus säurebildenden und zu 80% aus basenbildenden Lebensmitteln besteht. Nur so ist einer Übersäuerung vorzubeugen bzw. diese wieder auszugleichen.

Zwar verfügt unser Körper über sogenannte Pufferbasen, jedoch bei einer andauernden und längeren Übersäuerung reichen diese nicht mehr aus, um ein Gleichgewicht herzustellen. Ernährt man sich über eine längere Zeit „sauer“ kann dieses Gleichgewicht kippen und unser Körper ist mit der Regulierung überfordert.

Es werden übermäßig Säurestoffe gebildet und die Nieren, der Darm, die Haut und die Atemwege sind nicht mehr in der Lage diese Säuren völlig auszuscheiden. Der Körper lagert diesen Säureüberschuss in Depots ein und es kommt zu einer Übersäuerung.

Eine ständige Übersäuerung durch falsche und ungesunde Ernährung kann zu vielfältigen Krankheiten und Symptomen führen. Sowohl körperlicher wie auch seelischer Art. Unser Körper reagiert im wahrsten Sinne des Wortes „sauer“.

Die Trennkost nach Dr. Hay ist darauf ausgerichtet, ein optimales Gleichgewicht von Säuren und Basen zu gewährleisten.

2. Symptome einer Übersäuerung

Es gibt eine Reihe von Symptomen. Sie treten sowohl im körperlichen wie im seelischen Bereich auf.

Körperliche Symptome einer Übersäuerung können beispielsweise sein:
  • Allergien
    Arthrose
    Diabetes
    Durchblutungsstörungen
    Ekzeme
    Gallensteine
    Gastritis
    Gicht
    Herzinfarkt
    Karies
    Kopfschmerzen, bis hin zur Migräne
    Krebs
    Lebererkrankungen
    Muskelverspannungen
    Nierenerkrankungen
    Osteoporose
    Rheuma
    Sodbrennen
    Seelische Symptome einer Übersäuerung können beispielsweise sein:
    Angstzustände
    Antriebslosigkeit
    Burnout-Syndrom
    Depressionen
    Energielosigkeit
    Müdigkeit
    Trägheit

3. Übergewicht durch Übersäuerung

Ein andauernder Säure-Überschuss macht sich auch bei Ihrer Figur bemerkbar. Eine ständige Übersäuerung führt unweigerlich zur Gewichtszunahme.

Nur durch eine ausgewogene, überwiegend basische Ernährung kann eine Gewichtsabnahme gewährleistet sein.
Basen entgiften nicht nur den gesamten Körper, sondern entschlacken auch das Bindegewebe. Dies macht sich sofort an den sonst so anfälligen Körperstellen wie Bauch, Po, Hüften und Oberschenkeln bemerkbar. Das Bindegewebe wird entschlackt und gestrafft.

4. Saure (säurebildende) Lebensmittel, die eine Übersäuerung begünstigen

Diese Lebensmittel sollten 20% der Ernährung ausmachen!

  • Grob kann man die säurebildenden Lebensmittel wie folgt einteilen:
    Tierische Eiweiße, wie Fleisch, Wurst, Eier, Milch und Milchprodukte
    Weißmehlprodukte (Brot, Nudeln etc.)
    Süßes
    Kohlensäurehaltige Getränke
    Konservierungsstoffe
    Alkohol
    Kaffee
    Nikotin
    Aber auch seelische Faktoren wie Angst, Stress, Ärger

5. Basische (basenbildende) Lebensmittel, die einer Übersäuerung entgegenwirken

Diese Lebensmittel sollten 80% der Ernährung ausmachen!

  • Grob kann man die basenbildenden Lebensmittel wie folgt einteilen:
    Gemüse
    Obst
    Salat
    Kartoffeln
    Gesunde Lebensführung wie: ausreichend Schlaf, Ruhe, Bewegung und möglichst wenig Stress

6. Psychische Säureauslöser: Übersäuerung und das Nervensystem

Eine Übersäuerung kann auch durch seelische Belastungen verursacht werden. Dies wird vielfach verkannt und auch von vielen Ärzten nicht immer in Erwägung gezogen. Gerade Depressionen können auf eine Übersäuerung zurückzuführen sein. Aber oft wird dies bei Diagnosen nicht berücksichtigt. Stress fördert eindeutig die Säureproduktion im Körper.

Wir leben heute in einer schnelllebigen Zeit, die es oft kaum noch zulässt, sich zu entspannen. Stress im Job, Termindruck, aber auch die täglichen Sorgen führen häufig dann zu Überforderung. Burnout und Depressionen sind häufig die Folgen. Auch negative Einflüsse wie Scheidung, finanzielle Sorgen, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit usw. fördern die Säureproduktion.

7. Wie beuge ich einer Übersäuerung vor?

Eine natürliche, ausgewogene und überwiegend basischer Ernährung, ist die beste Vorbeugung. Aber auch Bewegung und Entspannung helfen.

Bei vielen Menschen ist jedoch bereits eine deutliche Übersäuerung vorhanden. Aber es ist möglich, durch die richtige Ernährung hier gegenzusteuern. Ernähren Sie sich überwiegend natürlich und vollwertig. Die Trennkost ist geradezu prädestiniert, um eine solche Ernährungsweise durchzuführen, da sie viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung legt.

8. Sind basische Ergänzungsmittel sinnvoll?

Zunächst sollten Sie den pH-Wert Ihres Urins testen. Sie können so feststellen, ob Sie bereits übersäuert sind.
In der Apotheke erhalten Sie Teststreifen, mit welchen Sie den pH-Wert Ihres Urins messen können. Allerdings nützt eine einmalige Messung nichts und sagt wenig aus. Sie sollten daher den Test über mehrere Tage durchführen.
Bei einer deutlichen Übersäuerung könnte die Einnahme eines Basenpulvers zunächst sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihre Ernährung umstellen. Basenreiche Ernährung ist auf lange Sicht sinnvoller als ein Basenprodukt aus der Apotheke.

Einen hilfreichen Säure-Basen-Rechner finden Sie bei www.basica.de
Hier können Sie Lebensmittel eingeben, die Sie täglich zu sich nehmen und erfahren so gleich, ob Sie einen Basen- oder einen Säureüberschuss mit Ihrer Ernährung auslösen.

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